Alte Heimat

jaz berät das Münchner Community Organizing-Projekt in der Stiftungs-Siedlung „Alte Heimat“. Ziel ist es, die Mieterschaft am Prozess der Sanierung und Bebauung zu beteiligen, ihre Wünsche zu erfahren, sowie den Zusammenhalt von Mieter/innen innerhalb der Siedlung zu stärken. jaz blickt auf einige Jahre erfolgreicher Arbeit in der „Alte Heimat“zurück.
Die „Alte Heimat“ wurde nach dem zweiten Weltkrieg mit Spenden der wohlhabenden Münchner Bürgerschaft, und zusätzlicher Finanzierung durch den Bund gebaut. Die Stadt München stiftete das Grundstück.

http://www.aha-2012.de/geschichte-der-alten-heimat/

Jetzt ist die ruhige Siedlung, mit dem alten Baumbestand, die Heimat von Menschen, die „nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, wie Kommunalreferent Axel Markwardt sagt. Menschen mit kleinen Renten, über 60 und auch über 90 Jahre alt. Viele habeneine größere oder kleinere Behinderung, sitzen in Rollstuhl oder nutzenden Rollator. Seit 2013 wohnen dort auch über 50 junge Leute, die als Flüchtlinge alleine nach Deutschland kamen.
Highlights des Community Organizing.
Die Stadt München finanziert seit Januar 2014 eine Teilzeit-Organizerin und eine Hilfskraft. Seit März 2015 gibt es einen Raum für Treffen und Beratungen.
Dieser Raum mit seiner kleinen Teeküche dient als Begegnungsstätte für alle Generationen, die dort wohnen.
Mit Zuschüssen durch das Selbsthilfe-Zentrum München, stattet sich der AHA mit den nötigen Mitteln für seine Arbeit aus. Dadurch ist seine Unabhängigkeit gewahrt.
Thema: Sanierung und Neubau.
Vertreter/innen des AHA und die Organizerin nehmen regelmäßig teil am Jour Fixe mit dem Kommunalreferat der Stadt München, der Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG und dem Architekten. Hier werden die Sanierungs- und Neubaupläne besprochen.
Thema: SAT Anlagen
Nach jahrelanger Duldung der Satelliten-Schlüsseln verlangte die Hausverwaltung 2014 deren Abbau – wegen akuter Unfallgefahr und der „optischen Erscheinung“ der Siedlung. Da die Fassaden seit Jahren nicht saniert worden sind, konnten manche Mieter/innen die Sorge um die optische Erscheinung nicht nachvollziehen.
Es geht hier um ein Grundrecht auf Informationsfreiheit. Durch langwierige Verhandlungen konnte ein bezahlbarer Kabelempfang für alle Mieter erreicht werden.
Thema: Aufzug Thomas-Wimmer-Haus
Ein Jahr nach dem Stadtratsbeschluss ist der neue Außenaufzug im Dezember 2015 in Betrieb genommen worden. Ein Erfolg, der zusammen mit dem Bezirksausschuss Laim und dem AHA, endlich abgeschlossen ist.